Drama-Sieg

Drama-Sieg Markus gewann am Wochenende zum dritten Mal die legendären 24-Stunden am Nürburgring, Entscheidung fiel in der letzten Runde.

Die 45. Auflage des Rennens wird definitiv als eines der aufregendsten in die Geschichte eingehen. Aber von vorne.

Der Audi mit der Startnummer #29 sicherte sich im Top 30 Qualifying, mit Connor de Phillippi am Steuer, den zweiten Startplatz. Startfahrer Kelvin van der Linde verlor am Start ein paar Positionen, was aber schnell wieder gut gemacht wurde. Aufgrund der Hitze fuhr man zu Beginn nur einzel Stints. So übernahm Markus nach 8 Runden den grünen Sportwagen aus Ingolstadt.

Es ging von Anfang an wild zur Sache, doch Kelvin van der Linde, Connor de Philippe, Christopher Mies und Markus Winkelhock hielten sich schadlos. Und so fand man sich dann am späten Nachmittag schon an der Spitze des Feldes.

Die berüchtigte Nacht überstand man Schadlos und so war am Vormittag, mit eineinhalb Minuten Vorsprung, eigentlich klar, der Sieg geht nur über die Land-Mannschaft. Das Quartett war das ganze Rennen konstant und Fehlerfrei unterwegs. Man war das schnellste Auto im Feld.

Es waren noch 1:30 Stunden auf der Uhr, da Stockte allen der Atem. Kelvin van der Linde übernahm den Schlussturn und rollte kurz nach dem Boxenstopp langsam auf der Strecke, es war keine Leistung mehr da. Über die GP-Strecke kam er wieder in die Box. Es wurde ein Reset durchgeführt und nun hatte man eineinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze und lag auf Position 3.

In der Box herrschte Ernüchterung und alle waren am Boden zerstört. Nach diesem fulminanten Rennen nur auf P3 einzufahren, das hatten sie nicht verdient. Ein Stopp ca. 30 Minuten vor Schluss stand aber noch an, da das Benzin nicht reichen würde. Und auf einmal setzte entlang der Nordschleife teils heftiger Regen ein. Beim Stopp ging dann nochmal etwas beim Tanken schief.

Doch dieser Patzer sollte sich als Glücksfall erweisen. Man hatte nun nichts mehr zu verlieren und tauschte die bereits montierten Slicks gegen Regenreifen, während die direkte Konkurrenz auf Slicks setzte.

Teilweise Regnete es nun richtig heftig und van der Linde holte auf. Die beiden erstplatzierten eierten durch die nassen Stellen. Der BMW wurde auf der Strecke überholt. Der WRT Audi ging an die Box und zog für die letze Runde auch Regenreifen auf. Der Land-Audi zog vorbei. Nun galt es noch die letzte Runde zu Ende zu bringen. Dies machte der junge Südafrikaner Souverän.

Nach 24-Stunden fuhr der Audi als erster über die Ziellinie. Für Markus war dies Sieg Nummer 3, aber keiner war so spannend wie dieser.

So war die Welt nach dem Rennen auch wieder in Ordnung: „Ich bin absolut happy. Wir waren 22 Stunden lang in Führung, also fast die ganze Renndistanz. Dann hatten wir ein technisches Problem, das uns auf Platz drei zurückgeworfen hat. Wenn du hier beim 24h-Rennen startest, willst du ganz einfach gewinnen. Der zweite und dritte Platz ist zwar schön, doch dieses Rennen ist etwas ganz Besonderes, das du nur einmal im Jahr gewinnen kannst. Als es dann zu regnen begann saßen wir anderen Fahrer schon im LKW und konnten selber kaum glauben, was da draußen abgeht. Ehrlich gesagt bin ich jetzt noch etwas sprachlos.“

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Happy End in Kent

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Beim zweiten Lauf der Blancpain GT Series Sprint Cup in Brands Hatch, in der britischen Grafschaft Kent, fuhren Markus und Will Stevens aus dem Niemandsland auf das Podium.