Nachgefragt bei... Markus Winkelhock

Nachgefragt bei... Markus Winkelhock Vor einem Jahr verpasste der Audi-Pilot den Sieg bei den 12 Stunden von Bathurst nur um zwei Sekunden. In diesem Jahr zählt der Schwabe erneut zu den Favoriten.

Vor einem Jahr trennten Sie genau 2,453 Sekunden vom Sieg bei den 12 Stunden von Bathurst. Wie haben Sie sich in diesem Jahr auf das längste Rennen Australiens vorbereitet?

Im Winter habe ich mein Fitness-Programm konsequent durchgezogen. Und Fahrpraxis habe ich im neuen Jahr auch schon wieder gesammelt, als ich bei den 24 Stunden von Dubai am Start gewesen bin. Der Kurs in Bathurst ist eine meiner Lieblingsstrecken. Wichtig ist, sich vor Ort bei einer Streckenbesichtigung noch einmal mit den aktuellen Details vertraut zu machen. Ich komme entspannt nach Australien, weil wir als ganzes Team super vorbereitet sind.

Sie starten mit Phoenix Racing und Ihren Teamkollegen Alex Davison aus Australien und Laurens Vanthoor aus Belgien. Welche Chancen rechnen Sie sich aus?

Wir wollen um den Sieg kämpfen und ich glaube, wir haben auch die Chance dazu. Phoenix Racing hat das Rennen 2012 gewonnen, Alex Davison kennt die Strecke und wird bei seinem Heimspiel alles geben. Mit Laurens Vanthoor stand ich vor einem Jahr in Australien auf dem Podium. Die neue Generation des Audi R8 LMS ist optimal für die anspruchsvolle Strecke. Aber wir treffen auch auf starke Gegner. Schon im Vorjahr lagen sieben Marken auf den ersten sieben Plätzen. In diesem Jahr sind 24 GT3-Rennwagen von sieben Herstellern am Start. Damit ist das Rennen auf der Südhalbkugel ähnlich wertvoll wie viele große Rennsport-Klassiker auf der Nordhalbkugel.

Was macht das Rennen in Bathurst so einzigartig?

Das Rennen ist durch ganz viele Faktoren einfach unvergleichlich. Der Streckenverlauf über den Mount Panorama ist atemberaubend. Die direkt an der Strecke stehenden Betonwände lassen keinen einzigen Fehler zu, ähnlich wie ein Stadtkurs zwischen Leitplanken oder Mauern. Und in keiner anderen Fahrerbesprechung auf der Welt wird vor Kängurus gewarnt. Das Wetter kann im australischen Sommer sehr heiß sein, wir haben aber auch schon Regenrennen erlebt. 2010 stürmte es sogar so sehr, dass ein Baum umstürzte und das Rennen unterbrochen werden musste. Insgesamt 40 Autos auf nur 6,213 Kilometer Streckenlänge verlangen zwölf Stunden lang volle Konzentration beim Überholen und Überrunden. Ich freue mich schon auf diese Herausforderung.

Verrücktes Finale

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Titelentscheidung am Nürburgring

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